LINKE

Roger Beckamp: Antifa will mich aus Wohnung vertreiben

Veröffentlicht am 12. Juni 20251 Min. Lesezeit284 Wörter

AfD-Politiker Roger Beckamp berichtet über Einschüchterungsversuche der Antifa, die ihn aus seiner Wohnung vertreiben wollen. Forderung nach Verbot linksextremer Gewaltstrukturen.

Der ehemalige AfD-Politiker Roger Beckamp sieht sich Protesten von Anwohnern in seinem Kölner Wohngebiet ausgesetzt. In einem von ihm veröffentlichten Video dokumentiert er eine etwa 15-minütige Protestaktion, bei der sich Nachbarn in einem gemeinsamen Innenhof versammelten und Lieder gegen Rechtsextremismus sangen. Die Demonstranten kündigten laut Beckamp an, ein "musikalisches Zeichen für Vielfalt und gegen zunehmende faschistische Tendenzen" setzen zu wollen.

Beckamp kritisiert scharf, dass Kinder an der Protestaktion beteiligt waren, die seiner Ansicht nach nicht verstehen könnten, was sie singen und warum. Besonders empört zeigt er sich darüber, dass die Demonstranten das Lied "Die Gedanken sind frei" anstimmten, was er als Ironie bezeichnet. Während der Proteste wurden auch Lieder wie "Bella Ciao" gesungen und Forderungen nach einem AfD-Verbot laut.

Der Politiker beklagt vor allem, dass die Proteste in seinen privaten Lebensbereich eingreifen würden. Nach eigenen Angaben wurde sein Wohnort durch anonyme Schreiben in der Nachbarschaft bekannt gemacht, was nicht nur ihn, sondern auch seine Familie und Kinder betreffe. Beckamp sieht darin einen entscheidenden Unterschied zum normalen politischen Meinungsstreit, der sich etwa im Parlament oder bei öffentlichen Demonstrationen abspielt.

Beckamp mutmaßt, dass bei einer umgekehrten Situation - also Protesten gegen Politiker anderer Parteien vor deren Privatwohnungen - die mediale Empörung größer wäre. Er befürchtet, dass solche Aktionen weitergehen könnten, um ihm das Leben in seinem Kölner Stadtteil unbequem zu machen. Gleichzeitig bittet er um Hinweise auf die anonymen Organisatoren der Protestaktion, da er diese gerne persönlich ansprechen möchte.

Der ehemalige Abgeordnete betont, dass er als exponierter AfD-Politiker mit politischem Widerspruch rechne, kritisiert aber den Schritt ins Private als überzogen. Er verweist auch darauf, dass andere, weniger bekannte Personen ähnlichen Aktionen ausgesetzt seien, ohne dass dies öffentliche Aufmerksamkeit erhalte oder Solidarität erfahre.

Originalbeitrag von Roger Beckamp

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