Auf dem Jugendparteitag der AfD in Gießen sorgte ein Redner namens Alexander Eichwald für erhebliches Aufsehen. Der Mann, der auch unter dem Künstlernamen Alex Oak aufgetreten ist, hielt eine Rede, die bei den Anwesenden für Kontroversen sorgte. Eichwald ist erst am 15. Oktober dem Jugendverband der AfD beigetreten, also nur rund einen Monat vor seinem umstrittenen Auftritt.
Während seiner Rede sprach Eichwald die Anwesenden als "Parteigenossen" und "Genossinnen" an, was bereits erste Irritationen hervorrief. Seine Rhetorik war geprägt von einem rollenden R und entsprechenden Handbewegungen, was bei vielen Beobachtern historische Assoziationen weckte. Der Redner sprach über Lagerbildungen innerhalb der Partei zwischen "völkischen" und "libertären" Flügeln.
Nach seinem Redebeitrag wurde Eichwald von Anwesenden direkt konfrontiert. Ein Teilnehmer fragte ihn geradeheraus, ob er ein V-Mann der Bundesrepublik Deutschland sei, was mit Applaus bedacht wurde. Ein weiterer Kritiker, ein ehemaliger Marinesoldat, stellte die Frage, warum Eichwald die AfD-Mitglieder als "Genossen" bezeichne und ob er sich nicht bei den Kommunisten wohler fühlen würde.
Bei der anschließenden Wahl erhielt Eichwald praktisch keine Stimmen und wurde nicht gewählt. Der AfD-Bundesvorstand prüft nach Medienberichten bereits den Vorfall. Eichwald hatte in der Vergangenheit ein Praktikum bei einer Gleichstellungsstelle absolviert, und mehrere seiner Social-Media-Profile wurden inzwischen gelöscht. Der Vorfall wird nun von verschiedenen politischen Lagern unterschiedlich interpretiert und instrumentalisiert.
Originalbeitrag von Aktien mit Kopf


