Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski hat ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau abgelehnt. Wie französische Medien unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichten, unterbreitete Putin während eines Telefonats mit Donald Trump am Montag das Angebot für ein bilaterales Treffen in der russischen Hauptstadt. Selenski, der sich zu diesem Zeitpunkt mit europäischen Staats- und Regierungschefs im Weißen Haus aufhielt, lehnte den Vorschlag ab.
Trump hatte zuvor in einem Interview erklärt, er wolle ein direktes Treffen zwischen Selenski und Putin organisieren. Der US-Präsident äußerte sich optimistisch über die Möglichkeiten einer Verständigung zwischen den beiden Präsidenten und kündigte an, zunächst ein Zweier-Treffen ohne seine Beteiligung anzustreben. In einem späteren Gespräch solle er dann hinzukommen, um die Verhandlungen zum Abschluss zu bringen.
Bei der Frage nach möglichen Gebietsabtretungen deutete Trump an, dass territoriale Zugeständnisse Teil einer Lösung sein könnten. Er verwies darauf, dass die Ukraine ihre militärische Widerstandsfähigkeit maßgeblich den gelieferten US-amerikanischen Waffen verdanke. Trump betonte, dass ohne die hochmoderne amerikanische Militärausrüstung, einschließlich der Patriot-Raketen, ein so kleines Land wie die Ukraine gegen eine wesentlich größere Militärmacht wie Russland nicht hätte bestehen können.
Der US-Präsident zeigte sich zunehmend ungeduldig über die Dauer der Verhandlungen. Als ein europäischer Staatschef vorschlug, ein Treffen auf den nächsten Monat zu verschieben, wies Trump darauf hin, dass in dieser Zeit weitere 40.000 Menschen an der Front sterben könnten. Er machte deutlich, dass er die Zeit für diplomatische Lösungen als begrenzt ansieht und warnte vor den Konsequenzen gescheiterter Verhandlungen für künftige Sicherheitsgarantien.
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