Der öffentlich-rechtliche Presseclub ist nach Ansicht des YouTubers "Clownswelt" zu einem einseitigen politischen Format geworden. In seiner Kritik an der Sendung vom 25. Mai bemängelt er, dass dort regelmäßig vier "gleichgesinnte Journalisten" säßen, die überwiegend links orientiert seien. Anstatt eines echten Dialogs finde lediglich ein "rhetorisches Häufchenlegen auf den Kopf der AfD" statt, bei dem sich die Teilnehmer gegenseitig zu immer schärferen Statements gegen die Partei anheizelten.
Besondere Kritik übt der Kommentator an der Themensetzung der Sendung. Während ein mutmaßlich islamistischer Anschlag in Bielefeld mit einem syrischen Tatverdächtigen, der IS-Sympathien gehegt haben soll, nicht thematisiert worden sei, habe man stattdessen erneut über die "Gefahr von Rechts" diskutiert. Grundlage sei die aktuelle Statistik zu politischen Straftaten gewesen, auf deren Basis eine Verknüpfung zwischen gewaltbereiten Extremisten und der AfD, teilweise sogar der CDU, hergestellt worden sei.
Scharf kritisiert wird insbesondere Zeit-Journalist Christian Fuchs, der Friedrich Merz' Bezeichnung von "grünen und linken Spinnern" als Normalisierung rechtsextremer Rhetorik gewertet habe. Der YouTuber sieht darin eine doppelte Moral, da er selbst in einem Zeit-Artikel als "extremrechter Influencer" bezeichnet worden sei. Er wirft den Journalisten vor, mit zweierlei Maß zu messen und durch ihre Begriffswahl Menschen dauerhaft als Extremisten zu brandmarken.
Besonders problematisch findet der Kritiker die im Presseclub vertretene Auffassung, die AfD sei keine demokratische Partei. Es fehle an kritischen Nachfragen, ob der Begriff "Demokratie" nicht zu einem reinen Machtbegriff verkommen sei, mit dem etablierte Parteien demokratisch gewählte Konkurrenten aus der politischen Arbeit ausschließen wollten. Der Kommentator sieht in der Berichterstattung den Versuch, durch ständige Wiederholung von Gewalt-Assoziationen eine Verbindung zwischen AfD und Extremismus herzustellen, obwohl diese faktisch nicht belegbar sei.
Als besonders absurd wertet er das Argument, dass ehemalige NPD-Wähler nun die AfD wählten. Dies sei eigentlich ein Zeichen der Deradikalisierung, werde aber als Kontaktschuld-Argument gegen die AfD gewendet. Die Erwähnung eines Ex-NPD-Funktionärs, der von "Straßen-SA" für die AfD spreche, zeige die Dramatisierung der Debatte bis hin zu direkten Nazi-Vergleichen auf.
Originalbeitrag von Clownswelt


