Die Molkerei Milram sorgt derzeit mit ihrer neuen Verpackungsgestaltung für kontroverse Diskussionen in den sozialen Medien. Das Unternehmen hatte im August eine limitierte Designedition seiner Käseprodukte vorgestellt, die in Kooperation mit jungen Künstlern entstanden ist. Die Verpackungen zeigen bunte Illustrationen von Menschen verschiedener Hautfarben und sollen nach Angaben des Herstellers ein "Statement für den Markenwert Gemeinschaft" darstellen.
Auf den verschiedenen Käsepackungen sind überwiegend gemischtrassige Paare und Gruppen zu sehen. Auffällig ist dabei, dass fast ausschließlich interethnische Beziehungen dargestellt werden, während traditionelle weiße Familien oder Paare nicht abgebildet sind. Eine der beteiligten Künstlerinnen, Josefin Reis aus Berlin, beschreibt ihren Stil als Darstellung einer "offenen, vielfältigen und gleichberechtigten Welt durch eine farbenfroh, fröhliche und eindrucksvolle Darstellung".
Die Reaktionen auf die Kampagne fallen überwiegend kritisch aus. Viele Kunden äußern sich negativ über die ihrer Ansicht nach politisch motivierte Gestaltung und fühlen sich als deutsche Mehrheitsgesellschaft nicht repräsentiert. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, eine bestimmte gesellschaftspolitische Agenda zu verfolgen und ein Idealbild zu kommunizieren, das nicht der deutschen Realität entspreche. Einige Verbraucher kündigen an, die Produkte zu boykottieren.
Befürworter der Kampagne reagieren ihrerseits scharf auf die Kritik und werfen den Gegnern Rassismus und rechtsextreme Tendenzen vor. Sie argumentieren, dass Diversität in der Werbung normal und zeitgemäß sei. Das Unternehmen selbst zeigt sich uneinsichtig bezüglich der Kritik. Eine Pressesprecherin des Deutschen Milchkontors, zu dem Milram gehört, erklärte, die Verpackungen stünden für "Gemeinschaft und Genuss bunt illustriert, vielfältig modern" und repräsentierten die Werte der Marke.
Die Kontroverse um die Milram-Verpackungen reiht sich in eine Serie ähnlicher Debatten um Diversität in der Werbung ein und zeigt die gesellschaftliche Polarisierung zu diesem Thema auf. Während die einen in solchen Kampagnen eine notwendige Modernisierung sehen, empfinden andere sie als aufgedrängte politische Botschaften, die ihre eigene kulturelle Identität in Frage stellen.
Originalbeitrag von Clownswelt


