Das Haus der Demokratie in Bonn hat für eine Wechselausstellung im Jahr 2021 Kleidungsstücke der Journalistin Georgine Kellermann für 900 Euro erworben. Die ehemalige WDR-Studioleitung aus Essen hatte sich 2021/2022 rechtlich als Frau eintragen lassen und war zuvor unter dem Namen Georg Kellermann tätig. Die erworbenen Gegenstände umfassten unter anderem einen marineblauen Blazer, einen Bleistiftrock, einen Hut, Pumps und eine Handtasche - insgesamt ein konservativer Business-Look.
Die Anschaffung wurde erst durch eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich öffentlich bekannt. Nach Angaben des Museums handelte es sich bei den 900 Euro um Materialkosten für insgesamt zwölf Objekte, die im Rahmen der Ausstellung "Faszination Selfie" von März 2021 bis Januar 2022 gezeigt wurden. Die Sammlung dokumentiert sowohl Kellermanns Zeit vor als auch nach der Geschlechtsangleichung.
Kellermann war in der Vergangenheit durch kontroverse Äußerungen aufgefallen, insbesondere durch ein Statement aus dem Jahr 2023, wonach die Demokratie "auch mit undemokratischen Mitteln gegen ihre Feinde verteidigt" werden müsse. Die Journalistin hatte als Studioleitung beim WDR Essen gearbeitet, bevor sie ihre Transition vollzog.
Das Haus der Demokratie sammelt nach eigenen Angaben Objekte zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Kleidungsstücke Kellermanns sind Teil dieser Sammlung und sollen gesellschaftliche Entwicklungen dokumentieren. Über den aktuellen Verbleib der Ausstellungsstücke nach Ende der Wechselausstellung gibt es keine öffentlichen Informationen.
Originalbeitrag von Boris von Morgenstern


